Montag, März 27, 2017
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Patrimonium Theologicum

Diligite iustitiam, qui iudicatis terram. Sentite de Domino in bonitate, et in simplicitate cordis quaerite illum.
Quoniam invenitur ab his, qui non tentant illum: apparet autem eis, qui fidem habeant in illum.
Perversae enim cogitationes separant a Deo.

Liebt die Gerechtigkeit, ihr Richter der Erde! Denkt über den Herrn in Rechtschaffenheit und in Einfalt des Herzens sucht ihn.
Denn er läßt sich von jenen finden, die ihn nicht versuchen, und offenbart sich denen, die Vertrauen auf ihn setzen.
Denn verkehrte Gesinnung trennt von Gott. (Weisheit 1,1 ff.)

Prof. Wollbold Hg. Prof. Dr. Andreas Wollbold, Inhaber des Lehrstuhls für Pastoraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig – Maximilian Universität München

 

Theologie ist "intellectus fidei", also vernünftige Einsicht in den Glauben der Kirche. "Fides et ratio" hat Papst Johannes Paul II. darum eine Enzyklika programmatisch überschrieben. An beidem fehlt es schmerzlich. An Glauben – manche Theologie scheint sich vor allem in der Kritik des Glaubens zu gefallen. Glaubensaussagen werden "uminterpretiert", manchmal bis zur Unkenntlichkeit. Aber es fehlt auch an Vernunft. Begriffe werden zu bloßen Schlagworten; Modethemen ersetzen das, was Geist und Herz nähren könnte; für seine Thesen sucht man sich bloß genehme Autoren, ohne sie wirklich kritisch zu prüfen, oder die Offenbarung dient nur zu Denkspielereien. Zugleich gibt es nicht wenige Theologen, die aus der Glaubensnot und dem Gerede unserer Zeit nach fester Speise hungern. Die theologische Reihe will ihnen entgegenkommen. Aus dem reichen Schatz der Tradition wählt sie Werke aus, die sich ohne besondere fachliche Voraussetzungen Lesern der Gegenwart erschließen. Sie behandeln Themen von besonderer Bedeutung in den aktuellen Auseinandersetzungen. Sie führen an die Quellen eines Denkens, das tief gläubig ist. Dafür werden die Klassiker des theologischen Denkens in das Programm aufgenommen, aber auch didaktisch herausragende Studien- und Lehrbücher früherer Generationen. Dadurch werden sich Leser sehr bald bei ihren theologischen Brüdern und Schwestern früherer Zeiten zuhause fühlen. Denn in der Kirche gibt es keinen Schnee von gestern, sondern nur das unaufhörliche Bekenntnis des wahren Gottes.